Kathodische Tauchlackierung: Hochwertiger Korrosionsschutz

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Kathodische Tauchlackierung

Die kathodische Tauchlackierung (KTL) ist in der Oberflächenbearbeitung den Beschichtungsverfahren zuzuordnen und dient dem Lackieren beziehungsweise Beschichten von metallischen Bauteilen in einem Tauchbad. Das Fertigungsverfahren wird auch als elektrophoretische Abscheidung (EPD), Dip Coating oder anodische Tauchlackierung (ATL) bezeichnet und weist vor allem bei großen Stückzahlen und beim Anodisieren von Werkstücken mit komplexer Geometrie Vorteile gegenüber anderen Beschichtungsverfahren auf. Das sogenannte KTL-Becken stellt die technische Grundlage der Oberflächenveredelung dar und besteht im Wesentlichen aus einem Gleichrichter, Dialysezellen, einem Umwälzsystem, einer Temperaturregelung und Filteranlagen. Der Gleichrichter ist dafür verantwortlich, die Beschichtungsanlage mit Gleichspannung zu versorgen, während das Umwälzsystem für eine gleichmäßige Durchmischung sorgt. Als Chemikalien kommen im Becken Bindemittel, Pigmentpaste sowie Wasser und organische Lösungsmittel zum Einsatz. Dabei werden als Bindemittel vor allem Epoxidharz-Aminaddukte verwendet. Die eigentliche Lackabscheidung, die zur Beschichtung des Bauteils führt, wird durch eine chemische Umsetzung des Bindemittels erreicht. Dabei wird ein äußerer Stromfluss von der Anode zur Kathode verwendet. Dieser Strom weist eine Gleichspannung von 220 bis 260 Volt auf und ist dafür verantwortlich, durch elektrochemisches Abtragen eine flächendeckende Beschichtung zu erzeugen. Die kathodische Elektrotauchlackierung unterscheidet sich von der anodischen Elektrotauchlackierung dadurch, dass das Werkstück die Kathode darstellt und die Elektrode als Anode fungiert.

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